Reggiani trifft und BVB dominiert FCA
Ein starkes Spiel des BVB: Reggiani erzielt sein erstes Tor und führt die Mannschaft zu einem überzeugenden Sieg gegen den FCA, der sich harmlos präsentiert.
Das gestrige Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg bot eine willkommene Abwechslung für die Dortmunder Anhänger. Nach einer Reihe von durchwachsenen Leistungen konnte sich der BVB nun endlich wieder in Form zeigen und den FCA deutlich besiegen. Der Neuzugang Reggiani, der in den letzten Wochen schon für viel Gesprächsstoff sorgte, durfte sich gleich zu Beginn seines Dortmunder Kapitels über sein Premierentor freuen.
Es dauerte nicht lange, bis die Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park einen ersten Vorgeschmack auf die Vorzüge des neuen Mannes bekamen. Reggiani wirkte beim Spielaufbau spritzig und flink. Fast so, als wüsste er, dass die Zeit drängt. Seine Spielweise brachte frischen Wind in das Dortmunder Spiel und es war interessant zu beobachten, wie schnell er sich ins Team integrierte. Ganze 20 Minuten nach Anpfiff schlug er zu. Nach einem mustergültigen Angriff, der auf seine Initiative zurückzuführen war, schnappte sich Reggiani den Ball und versenkte diesen unhaltbar im Netz des FCA-Torwarts.
Man könnte fast meinen, Reggiani hat seine Mitspieler zu einem besseren Spiel inspiriert. Der BVB agierte in der Offensive dynamischer als in den vergangenen Partien. Es war, als ob das Team in der Lage war, die Anspannung der vergangenen Wochen abzuschütteln. Die Augsburg-Defensive wirkte hingegen oft überfordert und harmlos. Die Absprachen stimmten nicht, und die größeren Köpfe von Dortmund schienen immer einen Schritt voraus zu sein.
Ein gewisser Humor kam auf, als man sah, wie die Augsburger Spieler wiederholt in den Eigenfehlern schwelgten. Man könnte sagen, sie waren wie ein Strauß, der seinen Kopf im Sand vergräbt, wenn es darum ging, den Ball abzupassen. Ihre Angriffe blieben zahnlos und die Abwehr ein Schatten ihrer selbst. So kam es, dass der BVB nicht nur die Kontrolle über das Spiel übernahm, sondern auch die klareren Chancen herausspielte. Es war schon fast ein Schaulaufen.
Der FCA, der sich nicht nur am Tabellenende wiederfindet, sondern auch mit einem wachsenden Druck zu kämpfen hat, wird sich gewaltig steigern müssen, wenn sie nicht noch tiefer in den Abstiegskampf geraten wollen. Diese Niederlage schmerzt, vor allem, wenn man bedenkt, dass der BVB nicht gerade in Bestform war. Ein bisschen mehr Kreativität und Mut wäre gefragt gewesen. Ein Offensivspiel, das mehr als nur das gelegentliche Aufblitzen von Individualität zeigt, ist nun einmal nicht genug, um in der Bundesliga zu bestehen.
Die Dortmunder hingegen sollten sich trotz ihrer dominierenden Leistung nicht zu früh freuen. Ein Sieg ist zwar schön, doch in den kommenden Wochen warten stärkere Gegner auf sie. Reggianis erstes Tor wird zwar in die Geschichtsbücher eingehen, doch die Frage bleibt, ob er das Potenzial hat, diese Leistung konstant abzurufen. Für den Moment allerdings sahen wir einen Spieler, der die Fans begeistert und Hoffnung auf eine positive Wende für den BVB gibt.
Die Enttäuschung im Lager des FCA war spürbar. Trainer und Spieler waren sichtbar frustriert über die Abwesenheit von Offensive. Man kann nur hoffen, dass der FCA nicht weiter in diesen lethargischen Zustand verfällt, denn die kommende Woche wird entscheidend für ihre Saison. Ein Schreiben von der Vereinsführung könnte da tatsächlich helfen, um frischen Wind in die Mannschaft zu bringen.
Aber es bleibt die Frage, ob das ausreicht. In einem Sport, der oft von der psychologischen Komponente geprägt ist, könnte eine psychologische Aufarbeitung des Spiels ebenso wichtig sein wie die technischen Verbesserungen auf dem Platz.
Für Borussia Dortmund ist das Spiel eine willkommene Bestätigung, dass man trotz der Turbulenzen im Umfeld weiterhin auf dem richtigen Weg sein kann. Reggianis Tor ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Zeichen für die Möglichkeit der Rückkehr zu alter Stärke.
Die Bilanz des Spiels wird jedoch von den folgenden Begegnungen abhängen. Man darf gespannt sein, ob der BVB in der Lage ist, mit dieser Form zu gehen oder ob das Team erneut in alte Muster zurückfällt. Sollte der FCA nicht schnellstens eine Lösung finden, könnte die Frage nach dem Verbleib in der Bundesliga bald eine sehr drängende werden.
Zumindest ist eines klar: Der BVB kann auf Reggiani bauen, und der FCA muss sich schleunigst fangen. Eine spannende Zeit steht bevor, in der die nächsten Wochen die Richtung beider Teams bestimmen werden.